Master-Studiengang Schulische Heilpädagogik
Es gibt Kinder und Jugendliche, welche den normalen Schulalltag ohne fremde Hilfe nicht meister können. Ihre Lernvoraussetzungen sind durch Entwicklungsverzögerungen, durch Behinderungen oder durch soziale Schwierigkeiten erschwert. Meist bleibt es ihnen darum im Schulalltag verwehrt, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Kinder und Jugendliche haben besondere Bedürfnisse und benötigen deshalb individuelle Förderung und Betreuung von ausgebildeten schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen.
Als Lehrperson für Schulische Heilpädagogik leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Integration von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen. Sie gehen in unterschiedlichen Unterrichtsformen mit unterschiedlichen Entwicklungsständen, unterschiedlichen Leistungen und unterschiedlichen Verhaltensweisen der Kinder um. Ihre Arbeit bewegt sich auf verschiedenen Ebenen: Mal arbeiten Sie ambulant in integrativen Förderungsformen im Regelklassenbereich, mal in Spezialklassen (heute: Kleinklassen) oder an Heilpädagogischen Zentren (heute: Sonderschulen).
Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen lernen in der Ausbildung, sich auf verschiedenen Ebenen zu «bewegen». Sie arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern und mit der Klasse. Sie beraten Regellehrpersonen für den Umgang mit heterogenen Klassen und stellen geeignete Unterlagen, Medien, Hilfsmittel zur Verfügung. In der Schule tragen sie Mitverantwortung im Schulteam. Zu ihren Kernaufgaben gehört auch die Beratung von Eltern und Schulleitungen.
Berufsbegleitend oder Vollzeitstudium
Das Studium dauert vier Vollzeitsemester oder sechs berufsbegleitende Semester; Vorleistungen im Rahmen von Bachelor-Studien werden «sur dossier» angerechnet. Zusätzlich wird eine sogenannte grundständige Variante angeboten; diese ist im Studium der Sekundarstufe I integriert.
Informationsbroschüre zum Masterstudiengang SHP

